Farben strukturieren Firmen

Wird Ihr Unternehmen oder zumindest Ihr Unternehmensbereich gerade umstrukturiert? Oder werden neue Funktionen / Abteilungen / Stabsstellen geschaffen?

Ein neues bzw. angepasstes Organigramm ist dann schnell – oft zu schnell – gezeichnet. Doch der Teufel steckt im Detail. Sollen Sie die altbekannten Namen verwenden oder neue Bezeichnungen erfinden? Die Zeit drängt. Sie wollen die neue Organisation rasch kommunizieren. Deshalb braucht das Kind einen Namen.

Quick and Dirty?

Sehr häufig werden deshalb die bisherigen Organisationsbezeichnungen fortgeführt. Gegebenenfalls um Zusätze wie „strategisch“, „operativ“ ergänzt und wenn die Vorschläge dann immer noch nicht passen – dann bedient man sich Anglizismen.

Kennen Sie das? Haben Sie auch schon nach einer neuen Bezeichnung gerungen? Eine neue oder veränderte Stabsstelle benannt, eine Abteilung, einen Bereich oder einen Geschäftsprozess umgetauft?

Mit Farben leichter strukturieren

Machen Sie es sich doch einfacher: So wie Bilder mehr sagen als tausend Worte, so helfen Farben in dieser kreativen Phase weiter. Farben strukturieren Firmen, weil sie sind neutral, leicht einprägsam und helfen, sich von alten Mustern zu lösen.

Mit Farben das Organigramm gestalten

Warum?
In Veränderungsprojekten werden vorschnelle Namensgebungen zu verpassten Chancen. Veränderungen bedeuten immer auch veränderte oder neue Rollen, Verantwortlichkeiten oder Zuständigkeiten. Deshalb braucht es auch neue Namen. Vergeben Sie diese aber erst am Ende des Prozesses.

Wir taufen Dich auf den Namen…

Den neuen bzw. veränderten Rollen und Verantwortlichkeiten den richtigen Namen zu geben, benötigt aber Zeit. Viel Zeit sogar. Denn diese Rollen, Verantwortlichkeiten, Zuständigkeiten müssen zunächst von allen – den direkt Betroffenen genauso wie von den übrigen Arbeitskollegen – verstanden, akzeptiert, ausgetestet, umgesetzt, wiederholt benutzt und dann noch kontinuierlich verbessert werden. Schrittweise wird die ganze Organisation – das Topmanagement gleichermassen wie die Basis – lernen, die neuen Regelungen im betrieblichen Alltag tatsächlich zu leben.

Betriebswirtschaftliche Funktionsbezeichnungen versperren dagegen den Weg zum Verstehen und verhindern den Aufbruch zu neuen internen Einsichten, weil sie Generisches vermitteln, Neues mit Altem vermischen und Missverständnisse kaschieren.

Je bekannter und vertrauter eine Bezeichnung klingt, desto weniger wird der Weg der Veränderung wirklich begangen und neue Rollen, Verantwortlichkeiten, Zuständigkeiten allseitig akzeptiert. Diese betriebswirtschaftlichen Funktionsbezeichnungen sind inhaltlich schon besetzt; sie folgen externen Konventionen oder gar Lehrbüchern – oft fernab der unternehmensspezifischen Situation. Schon die 68er Generation des letzten Jahrhunderts proklamierte: Wer Veränderungen will, muss die Sprache verändern.

Unsere Empfehlung

Wir empfehlen deshalb, Namensgebungen aufzuschieben – und zwar möglichst lange.
Zur Überbrückung dienen Farbbezeichnungen für Stellen, Abteilungen, Bereiche und Geschäftsprozesse. Farben sind weniger irreführend als betriebswirtschaftliche Funktionsbezeichnungen. Sie signalisieren deutlich: Hier handelt es sich bei den neuen Rollen, Verantwortlichkeiten oder Zuständigkeiten wirklich um Veränderungen.

Geschäftsprozesse mit Farben darstellen

Rückmeldung aus der Praxis

Noch 5 Jahre später verkündete der stolze CEO eines Maschinenbauunternehmens:

„Wir reden heute noch von ROT, GRÜN, SCHWARZ, BLAU in unseren internen Meetings, wenn wir über die unterschiedlichen Geschäftsprozesse und die damit einhergehenden Rollen und Verantwortlichkeiten diskutieren.“

Lesen Sie Farbgestaltungstipps im Artikel:

Farbeinsatz bei der Organigrammentwicklung

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