Prozessmanagement

Erfolgreiches Prozessmanagement beschäftigt sich mit der Organisation des Unternehmens. Sobald das WAS geklärt ist, lautet die Kernfrage: WER macht es und nicht WIE macht er es.

Dr. Andreas Suter, „Erfinder“ des Grazer Ansatzes für Prozess- und Organsationsmanagement

Die Gestaltung der Organisation wurde neben der direkten Prozessverbesserung in den letzten Jahren als Hebel der Performancesteigerung wiederentdeckt. Insbesondere wurde erkannt, dass die innerbetrieblichen Organisationsgrenzen genauso wie die Unternehmensgrenzen entscheidenden Einfluss auf die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens haben.

Kern dieser Einsichten ist, dass die Organisationsgestaltung ein unmittelbarer Schritt in der Strategieumsetzung darstellt. Daneben sind die Güter- und Informationsflüsse unternehmensweit – insbesondere an den Schnittstellen – zu optimieren. Damit werden die Geschäftsprozesse als wesentliches Gestaltungselement bei der Strategieumsetzung in den Mittelpunkt gerückt.

Im Umfeld der Beratungshäuser sind verschiedenste Ansätze zur Gestaltung der Geschäftsprozesse entwickelt worden. Allerdings können manche dieser Ansätze wegen mangelhafter Strategieanbindung, Marktorientierung oder Durchgängigkeit der Prozesse nicht überzeugen. Zudem wird die Problematik der organisatorischen Schnittstellen oft nur ungenügend gelöst. Offensichtlich ist, wie einigen Ansätzen die Integration von Werte- und Informationsfluss nicht gelingt.

An der Technischen Universität in Graz ist ein als „Grazer Ansatz“ bezeichnetes Gestaltungsmodell von Hochleistungsorganisationen entwickelt worden, welches schon in vielen Unternehmen unterschiedlichster Branchen zu markanten Steigerungen der Gesamtleistung geführt hat.

Der „Grazer Ansatz“ basiert auf der Modellierung von gesamten Unternehmensorganisationen mit durchgängigen Geschäftsprozessen (end-to-end), welche objektorientiert sind und an den verbleibenden Schnittstellen immer die Auftraggeber-Auftragnehmer-Beziehung anwenden.

Die Geschäftsprozesse werden dabei mit drei Techniken festgelegt: der Kaskadierung, der Segmentierung und der horizontalen Integration. So werden  Strategieanbindung und Marktorientierung gewährleistet und die Komplexität von Prozessstrukturen reduziert. Signifikante EBIT-Steigerungen sind das Ergebnis.

Eine praxisorientierte, leicht verständliche Annäherung an den Grazer Ansatz lesen Sie hier im aktuellen Vortrag.

In den Artikeln zum Prozessmanagement gehen wir auf die Besonderheiten, typische Fehler und Stolperfallen ein und diskutieren die Wirksamkeit des „Grazer Ansatzes“ in der Praxis.

Die sieben Todsünden des Prozessmanagements geben eine gute Orientierungshilfe, wo es den meisten Ansätzen im Prozessmanagement fehlt.