Die sieben Todsünden im Prozessmanagement

Zugegeben, der Begriff „Todsünde“ klingt drastisch. Und doch ist es erstaunlich wieso immer wieder dieselben Fehler gemacht werden. Dabei wäre die Lösung rein rational betrachtet, relativ einfach. Die Ursachen liegen offenbar tiefer und sind vom Verstand alleine nicht zu begreifen. Vermutlich hat es auch mit Komfortzone, Unsicherheit vor dem Neuen, fehlender Veränderungsbereitschaft etc. zu tun.

Prozessmanagement ist seit Jahren in vielen Unternehmen ein Thema, insbesonders seit Michael Hammer/James Champy Mitte der 1990er mit ihrem Bestseller „Business reengineering“ für Furore gesorgt haben.

Und trotzdem immer wieder zu beobachten:

Initiativen im Prozessmanagement scheitern resp. kommen ins Straucheln, weil häufig eine oder mehrere der nachstehenden „Todsünden“ begangen werden. Ein Erklärungsversuch:

  1. Ungenügende Flughöhe; zu früh zu viel Detail
  2. Fehlende Massschneiderung der Prozesse auf die Strategie des Unternehmens
  3. Viele Schnittstellen
  4. Keine „End-to-End“ Zuständigkeiten im Prozess
  5. Trennen von Prozesssteuerung und -ausführung
  6. Ausklammern der Aufbauorganisation
  7. Tool-Gläubigkeit (Automatisierung unklarer Prozesse statt deren Klärung)